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2012 - 20 Jahre Wandbild

 

1492 - 1992
500 Jahre "Entdeckung" Amerikas

 Die Gesamtansicht des Bildes in Entstehungsjahr 1992


Die Idee - Das Projekt

Münster 1992
1992 jährt sich zum 5OO. Male der Beginn der Eroberung
Amerikas. Hier in Europa sind für dieses Jahr viele offizielle
Feierlichkeiten geplant, die seit längerem vorbereitet
werden. Uns geht es nicht um das Spektakel,sondern
um das Anliegen, die Kultur Amerikas breiten Bevölkerungsschichten in Europa zugänglich zu machen. Während die Mauern um Eurapa für Menschen aus der "III.Welt" immer unüberwindbarer werden, wollen wir die Kontakte ausbauen und daran arbeiten, gleichberechtigte Formen der Zusammenarbeit und des Austausches zu schaffen.

1992 werden in möglichst vielen europäischen Städten Wandbilder entstehen, die aus der Zusammenarbeit lateinanerikanischer und indianischer und europäischer KünstlerInnen entstehen und als Kunst im öffentlichen Raum inmitten von Städten Denkanstöße geben.

Entstanden ist die Idee 1990 im Anschluss an drei Wandmalprojekten mit nicaraguanischen Künstlern in Düsseldorf, Hamburg und Leon/Nicaragua.

Ende Mai 91 fand das erste Treffen von 30 KünstlerInnen
aus Italien, Spanien, Dänemark, England, Österreich und der
Bundesrepublik in Hamburg statt. Neben der Möglichkeit sich
kennenzulernen ging es hauptsächlich darum einen Aufruf zu
entwerfen, der mit den amerikanischen KünstlerInnen diskutiert
werden sollte, um die Projekte vorzubereiten. Es wurde ein [Koordinierungsbüro ("Farbfieber e.V." und "Culturkooperation" ) in Düsseldorf eingerichtet.

 

Infotafel

Wandmalerei als öffentliche Kunst

Münster 1992
Wandmalerei ist öffentliche Kunst. Sie versteckt sich nicht
hinter Mauern, sondern befindet sich auf ihnen und spricht
ohne Öffnungszeiten und Eintrittsgelder viele Menschen an.
Die Arbeit an den Wandbildern ist ein kommunikativer Prozeß
zwischen den Künstlern und der Bevölkerung. Ein weiterer Aspekt ist, daß Wandbilder über einen längeren Zeitraum existieren und somit über das Jahr 1992 hinaus Zeichen und Diskussionsanlass bieten.
In Amerika - besonders in den lateinamerikanischen Ländern hat
die Wandmalkunst eine bedeutende Tradition. Angefangen
von der mexikanischen Bewegung in den 20/30ern Jahren bis
zu den chilenischen/nicaraguanischen in neuerer Zeit. Seit Beginn der 60er Jahre ist besonders in Amerika eine Wiederentdeckung und Neubelebung der Wandmalerei zu beobachten. Anfang der 70er Jahre wurden auch vermehrt Wandbilder an europäischen Wänden realisiert.
 

 

Ausschnitt aus dem Giebelteil des BildesWandmalerei als Kulturaustausch

Wandmalerei und Kulturaustausch

Münster 1992
Das Wandmalprojekt 1992 soll das künstlerische Schaffen bereichern und neue Formen von internationaler Kommunikation hervorbringen. Durch die beabsichtigte Zusammenarbeit zwischen europäischen und amerikanischen Künstlern. bzw. Wandmalgruppen bei der Erstellung der einzelnen Wandbilder in Europa werden auch die beteiligten KünstlerInnen einen Dialog untereinander entwickeln müssen. Die KünstlerInnen aus Amerika haben die Möglichkeit die europäische
Kultur zumindest auszugsweise "vor Ort" kennenzulernen und
diese Eindrücke in die eigenen Länder weiterzuvermitteln:
die europäischen KünstlerInnen müssen sich mit außereuropäischen
Sehweisen und Perspektiven, aber auch ihrer eizelnen
Geschichte auseinandersetzen.
Langfristig sollte durch das Projekt der Kulturaustausch gefördert werden,so daß sich -im Idealfalle- Nachfolgeprojekte über 1992 hinaus entwickeln können.

 

 

Ausschnitt aus dem rechten Teil des Bildes

Der Künstler

SAUL GUTIERREZ SILVA
Bogota / Kolumbien
August - Oktober

Münster 1992
"Ich sehe die Wandmalerei als eine bleibende und im Alltag sichtbare Tatsache an, die einen Kontakt und Dialog zum Betrachter aufnimmt und dessen unmittelbare Anwesenheit in der Umgebung erfordert, wie es auch mit der Musik geschieht, die Teil unserer spirituellen und geistigen Bedürfnisse ist. Genauso erweckt das Wandgemälde eine Sensibilität, die sich gegenüber der Landschaft öffnet, gegenuber den offenen Räumen, die, anstatt grau und stumm zu sein, Freude bereiten und mit der Magie ihres Spektakels das Leben der Gemeinschaft bereichern."
Saul Gutierrez Silva,
1949 in Bogota geboren, ist ein künstlerisches Multitalent.
In den siebziger Jahren studiert er an der Universidad Nacional in Bogota Malerei, wo er 1975 seinen Abschluß als "Maestro de Bellas Artes" macht. Gleichzeitig belegt er Seminare in den Fächern Musiktheorie und Klavier arn Nationalen Konservatorium.
In den Jahren 1977 bis 1980 nimmt er an zahlreichen Kursen in
den Bereichen Theater, Körperausdruck und Tanz teil.
1977 erhält Saul Gutierrez einen Lehrauftrag an der Kunstakademie der Universität von Tolirna. In den folgenden Jahren beteiligt er sich als freier Künstler an zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen. Immer wieder arbeitet er mit Gruppen aus anderen kulturellen Bereichen zusammen, entwirft Filrn- und Theaterplakate und spielt in Musikgruppen mit. seine Liebe zur Musik spiegelt sich auch in seinem malerischen Werk wieder, ebenso wie sein politisches Engagement. So beteiligt er sich beispielsweise an Gruppenausstellungen zur Solidarität mit Nicaragua und zum Internationalen Frauentag.
Seit einigen Jahren hat Gutierrez sich verstärkt der Wandmalerei zugewandt. Eines
seiner Wandbilder, das vor wenigen Jahren in Bogota entstand, setzt sich
künstlerisch mit 500 Jahren Kolonialismus, Widerstand und kultureller Identität
auseinander - dem Thema, zu dem er auch in Münster die Fassade des soziokulturellen Zentrums C.U.B.A. gestalten wird.

 

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler

 

Ausschnitt aus der unteren Mitte des Bildes

 

 

Ausschnitt oben links

 

Ausschnitt aus der Mitte des Bildes

 

 

Das Wandbild am 25.04.2012

 

Der Künstler 1992 vertieft in seiner Arbeit

 

Graffiti in der Durchfahrt zum Innenhof von Swen Roters 1989

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